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Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe

geschrieben von Protoprinter 
Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
27. Oktober 2014 01:30
Hi!
Ich blicke zurück auf etwa ein Jahr Druckarbeit mit dem Prusa i3. Von dem ursprünglichen Kit ist nicht mehr viel übrig, es gab zahlreiche Modifikationen, Versteifungen, Verbesserungen. Anderes Hotend, Versuche mit dem Druckbett/Haftung, verschmortes Ramps, Relais…
All meine Erfahrungen sollten nun in einen weiteren Drucker fließen. Ich habe lange gesucht und gelesen und mich schließlich für das Delta-Konzept entschieden. Auf der Basis des alten Druckers, entstand langsam das Konzept für den neuen. Meine Anforderungen sind:

- Bauraum vergleichbar oder grösser als mein Prusa
- Bessere Druckqualität. V.a. bei höheren Geschwindigkeiten hat mein Prusa wegen des schweren Fahrwagens einen deutlichen ghosting Effekt
- PEI Dauerdruckplatte soll übernommen werden, damit bin ich nach Kapton, ABS-Lösung, PVA-Lösung etc. echt zufrieden
- Leistungsfähigeres Heizbett (war: MK2B 12V), Kapton-Heizbett diesmal 24V 200W um die Ströme niedrig zu halten. Beim Ramps sind mir damals als erstes die Klemmschrauben weggekokelt, mit einem Relais war es besser, aber auch das wird warm.
- Wieder ein E3D, diesmal v6. Ich habe damals mit einem J-Head (Clone?!) angefangen und nur Probleme gehabt...
- Optionale, magnetisch ansteckbare Seitenwände für das Drucken von ABS
- Bidirectionale Kühlung beim Drucken von PLA. Kleine Teile mit overhangs haben beim Prusa meist eine gute (Lüfterseite) und eine schlechtere Seite.
- LEISE! Mein Prusa druck mittlerweile gut und schön – aber zu laut!
- Das Dingen muss ein Hingucker werden! Blink blink, schaltbare Beleuchtung…
- Transportabel. Den hoch stehenden Rahmenteil meines Prusas habe ich mit der Wand verschraubt um Schwingungen zu eliminieren. Damit ist er fix installiert. Den Delta würde ich gerne mal zu Demo Zwecken mit dem Auto transportieren können…ich weiß zwar noch nicht wohin, aber ich hätte gerne die Option ;-)

Ich habe viel gelesen und die einzelnen Delta-Konzepte verglichen (3DR, Kossel, Rostock, Griffin, Cherry PI etc.). Liebe auf den ersten Blick war aber sofort der Hexagon vom Fablab Karlsruhe. Vermutlich wegen meiner beruflichen Vorliebe für Benzolringähnliche Strukturen ;-) Eine sehr solide Konstruktion, modifizierbar und ein netter Kontakt zu den Leuten die dahinter stehen (danke Gerd…) Hier ein Blick in meine derzeitige Planung, Rendering aus Solid Works:

Ein paar Modifikationen musste ich jedoch vornehmen. Abweichend von der Fablab-BOM wollte ich IGUS TWE-12-04 Fahrwagen mit passenden Linearschienen verwenden, den oberen Idler habe ich modifiziert, den Idler-Riemenspanner in das Carriage übernommen. Etwas grösser soll er werden, meine Dauedruckplatte möchte ich möglichst ausnutzen können. Ich weiche auch beim Extruder ab, ich möchte einen Bowden Extruder (1,75mm Filament) mit Planetengetriebe NEMA 17 verwenden, bei optionalen Düsen <0,4mm erhoffe ich mit hier ausreichend Drehmoment. Laut Berechnung werde ich bei ca. 440 E-Steps liegen.
Zu Beginn hier dann mal meine BOM:

Kostenübersicht Kossel 3D-Drucker

Ramps 1.4 mit Steppertreiber______29,97 € bestellt
LCD 12864 + SD Slot____________12,69 € bestellt
Stepper Dämpfer Astrosyn________24,25 € bestellt
Netzteil 24V___________________ 22,39 € bestellt
Filament, blau 1,75mm PLA_______19,95 € bestellt
Nutensteine Nut 5 M5____________27,37 € bestellt
Pneumatik Fittings M5 4mm 3x______7,74 € bestellt
Carbonrohe____________________25,90 € bestellt
Alu-Profile_____________________49,67 € geliefert
Distanzhülsen 3x6x3mm __________6,40 € geliefert
Hobbed Drive Gear 8mm x 2_______7,60 € geliefert
Linear-Führung, Kugelköpfe______179,69 € geliefert
Bundlager F624ZZ______________12,55 € geliefert
Edelstahlwelle 4mm______________9,69 € geliefert
Opto Endstops 3x_______________13,50 € geliefert
Versand Riemen&PTFE___________1,80 € geliefert
3x NEMA 17 + 1 x Geared________83,84 € geliefert
Kapton heizer__________________24,99 € geliefert
Stellringe 4mm__________________6,75 € geliefert
Linsenkopf M5 x 8mm, Edelstahl___10,95 € geliefert
E3D Hotend v6_________________88,52 € geliefert
PTFE Tube, 2 Meter______________6,20 € geliefert
Gt2-Riemen, 6 Meter____________15,60 € geliefert
Gt2 Pulleys____________________11,97 € geliefert

Summe: 699,98 €

Der ständige Zustrom an Paketen reißt momentan nicht ab, ich werde hier projektbegleitend hier mal etwas dokumentieren. Der Bau hat bereits begonnen.
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
27. Oktober 2014 02:02
Los ging es mit dem Druck der Rahmenteile. Meine Druckeinstellungen:
2 Shells, 30% Infill Honeycomb, 35mm/s Perimeter, 50mm/s Infill.
Pro Teil liegt die Druckzeit zwischen 2 und 3 Stunden, da war der Drucker eine Weile beschäftigt...

Die kurzen Al-Profile habe ich in einer Länge von 200mm bestellt, Delta_Radius liegt dann bei ca. 180mm, ich gehe von einem druckbaren Kreisdurchmesser von etwa 250mm aus, das macht ein druckbares Quadrat von ungefähr 180mm Kantenlänge. Die Länge der Rods habe ich mal mit 360mm im CAD "eingebaut", für mich sollte das ein guter Kompromiss aus Druckgeschwindigkeit im Randbereich und Auflösung sein. Kürzer geht immer...
Nutensteine Nut 5 M5 habe ich zähneknirschend gekauft, für M3 habe ich den Drucker bemüht.

Hier sieht man schonmal die obere Ebene mit den Idlern. Hier habe ich jeweils zwei Bundlager mit Stellringen auf einer 4mm Welle verbaut:


Einen Probestrang Motor-Carriage-Idler habe ich mal zusammengesetzt. Für die Endmontage fehlen Teile. Die Idler habe ich ausserdem für die Verwendung von optischen Endstops angepasst. Dazu später mehr!

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.14 02:24.
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
27. Oktober 2014 02:30
Moin,

sieht sehr gut aus und wirkt auch stabil genug (fehlt da eine Stütze?)
.
3 Dinge würde ich jedoch durch die Erfahrung die ich mit meinem Delta gemacht habe ändern:

1. Nimm ein RADDS mit Arduino Due und 1/128 Stepper wg. der höheren Druckgeschwindigkeit und Genauigkeit mit z.B. 1/64 Steps
2. Versuche die Riemen mittig an den Schlitten zu befestigen, da es sonst durch ungleichmässigen Zug zu Bremseffekten an den Gleitschienen kommt.
3. Nimm nen Bulldog XL als Extruder; Ich bin mehr als zufrieden mit dem Teil, habe ihn leicht modifiziert (Teflonschlauch von oben bis aufs Antriebsrad gesteckt/geschraubt) und drucke auch mit 1,75mm Filament und Bowden

Kostet zwar einen Tick mehr, aber du weisst ja, wer billig kauft kauft zweimal.

Viel Erfolg beim Bau

Sascha

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.14 02:31.
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
27. Oktober 2014 03:48
Quote
saschaho
sieht sehr gut aus und wirkt auch stabil genug (fehlt da eine Stütze?)

Nein, es fehlt keine Stütze.
Sonst kann mann objekte drucken das mann nicht mehr entfernen kann!


Bob Morrison
Wörth am Rhein, Germany
"Luke, use the source!"
BLOG - PHOTOS - Thingiverse
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
27. Oktober 2014 03:54
Hi Sascha,
danke für die Kommentare! Die Stütze die fehlt ist die Vorderseite des Druckers und tatsächlich so vorgesehen! Bei den üblichen Deltas muss der Drucker ja sogar mit 3 Vertikalen Elementen auskommen. Ich denke das wurde so designt um den Druckraum gut zugänglich zu machen.

Leider habe ich die Elektronik (Arduino, Ramps, Pololu 4988) schon bestellt (China). Ich werde mir Deine Empfehlung merken und ggf. nachbessern wenn es in die Optimierungsphase geht.
Was die mittig eaufhängung angeht. Meinst Du so eine Arte verkanten auf der Gleitschiene? Bei welchen Geschwindigkeiten wird das relevant? Ich müsste dann noch eine Umlenkrolle vorsehen, die den Riemen auf die Mitte des Fahrwagens lenkt oder? Ansonsten hätte ich ja einen diagonalen Riemenverlauf von der Idler Umlenkung zum Befestigungspunt am Carriage? Bzgl. Extruder - mit dem hatte ich auch geliebäugelt, der geared Stepper liegt jedoch schon bei mir zu Hause. Ich hoffe mit diesem Extruder vergleichbare Ergebnisse zu erzielen...Ist notiert, bei meinem Prusa habe ich auch nachbessern müssen...

Manu

Edit, Bob war schneller ;-)

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.14 03:55.
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
27. Oktober 2014 05:22
Quote
saschaho

2. Versuche die Riemen mittig an den Schlitten zu befestigen, da es sonst durch ungleichmässigen Zug zu Bremseffekten an den Gleitschienen kommt.

Sascha

Ich konnte bisher (1,5 Jahre im Probebetrieb) keine Probleme in der Richtung feststellen. Getestet wurden Gleitschienen, IKO Linearführungen und Igus Gleitlager und Gleitbuchsen auf Wellen.

Von daher halte ich den zusätzlichen Konstruktionsaufwand und die Materialkosten für Riemenumlenkung für überflüssig.

Das Konzept das hinter dem HEXAGON steckt ist den Drucker so einfach wie möglich (wenige Bauteile) und kostengünstig zu gestalten. Viel Schnickschnack aus früheren Versionen wurde bereits entfernt. Voraussetzung war allerdings immer, dass die Druckqualität nicht darunter leidet.

Der HEXAGON V2 ist in den Startlöchern, nochmals vereinfacht, noch stabiler und noch kostengünstiger.

Das Fablab beabsichtigt noch dieses Jahr den ersten Wochenend-Workshop für den Bau eines Delta Druckers durchzuführen.

Ziel: Nach 2 Bautagen (Samstag und Sonntag je 8 bis 10 Stunden) soll jeder Teilnehmer mit einem funktionierenden, kalibrierten HEXAGON V2 aus dem Farblab marschieren.

Kosten: Geplant sind 450,- € (Schüler/Studenten 420,- €) für Bausatz und Workshop. Tips und Tricks gibt es noch obendrauf.

Werkzeug wird gestellt, meines Erachtens ein unschlagbarer Preis.


Gerd

3-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.14 05:26.
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
27. Oktober 2014 05:29
thumbs up


Bob Morrison
Wörth am Rhein, Germany
"Luke, use the source!"
BLOG - PHOTOS - Thingiverse
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
27. Oktober 2014 05:48
Das wäre ja wirklich ein unschlagbarer Preis - und Soaß noch obendrein. Mit Familie, zwei Kindern, kann ich mich leider nicht mal eben zwei Tage frei machen. Ich verkrieche mich dann immer Nachts in den Keller und mache die Sache etappenweise ;-)

Nochmal zwei Aufnahmen von der Passgenauigkeit der Teile. Das macht einfach Spaß!



Manu

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.14 05:49.
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
27. Oktober 2014 05:52
Quote
Protoprinter


Ramps 1.4 mit Steppertreiber______29,97 € bestellt
LCD 12864 + SD Slot____________12,69 € bestellt
Stepper Dämpfer Astrosyn________24,25 € bestellt
Netzteil 24V___________________ 22,39 € bestellt
Filament, blau 1,75mm PLA_______19,95 € bestellt
Nutensteine Nut 5 M5____________27,37 € bestellt
Pneumatik Fittings M5 4mm 3x______7,74 € bestellt
Carbonrohe____________________25,90 € bestellt
Alu-Profile_____________________49,67 € geliefert
Distanzhülsen 3x6x3mm __________6,40 € geliefert
Hobbed Drive Gear 8mm x 2_______7,60 € geliefert
Linear-Führung, Kugelköpfe______179,69 € geliefert
Bundlager F624ZZ______________12,55 € geliefert
Edelstahlwelle 4mm______________9,69 € geliefert
Opto Endstops 3x_______________13,50 € geliefert
Versand Riemen&PTFE___________1,80 € geliefert
3x NEMA 17 + 1 x Geared________83,84 € geliefert
Kapton heizer__________________24,99 € geliefert
Stellringe 4mm__________________6,75 € geliefert
Linsenkopf M5 x 8mm, Edelstahl___10,95 € geliefert
E3D Hotend v6_________________88,52 € geliefert
PTFE Tube, 2 Meter______________6,20 € geliefert
Gt2-Riemen, 6 Meter____________15,60 € geliefert
Gt2 Pulleys____________________11,97 € geliefert

Summe: 699,98 €

Der ständige Zustrom an Paketen reißt momentan nicht ab, ich werde hier projektbegleitend hier mal etwas dokumentieren. Der Bau hat bereits begonnen.

Hi Manu,

wer hat den bei den Astrosyn Dämpfern und den Karbonröhrchen so reingelangt?

Gruß
Gerd

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.14 05:53.
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
27. Oktober 2014 06:30
Moin,

bei meinen Türmen aus 20mm Profil und zus. 2 x 8mm Wellen habe sich die Wellen bei Richtungsänderungen gegeneinander verdreht. Der Effekt war dan bei zentraler Anordnung des Riemens verschwunden.
Ok, der Riemen lief dann etwas schräg, jedoch bei ca. 300mm vom Motor nur um 10mm.

Bei guten Linearführungen scheint das Verdrehen ja dann nichts auszumachen.
Da gibts auch irgendwo ein Video mit einer Zeitlupenaufnahme wo man das Eigenleben der Türme beim Druck gut sehen kann.


Grüße

Sascha

Quote
nargos
Quote
saschaho

2. Versuche die Riemen mittig an den Schlitten zu befestigen, da es sonst durch ungleichmässigen Zug zu Bremseffekten an den Gleitschienen kommt.

Sascha

Ich konnte bisher (1,5 Jahre im Probebetrieb) keine Probleme in der Richtung feststellen. Getestet wurden Gleitschienen, IKO Linearführungen und Igus Gleitlager und Gleitbuchsen auf Wellen.

Von daher halte ich den zusätzlichen Konstruktionsaufwand und die Materialkosten für Riemenumlenkung für überflüssig.

Das Konzept das hinter dem HEXAGON steckt ist den Drucker so einfach wie möglich (wenige Bauteile) und kostengünstig zu gestalten. Viel Schnickschnack aus früheren Versionen wurde bereits entfernt. Voraussetzung war allerdings immer, dass die Druckqualität nicht darunter leidet.

Der HEXAGON V2 ist in den Startlöchern, nochmals vereinfacht, noch stabiler und noch kostengünstiger.

Das Fablab beabsichtigt noch dieses Jahr den ersten Wochenend-Workshop für den Bau eines Delta Druckers durchzuführen.

Ziel: Nach 2 Bautagen (Samstag und Sonntag je 8 bis 10 Stunden) soll jeder Teilnehmer mit einem funktionierenden, kalibrierten HEXAGON V2 aus dem Farblab marschieren.

Kosten: Geplant sind 450,- € (Schüler/Studenten 420,- €) für Bausatz und Workshop. Tips und Tricks gibt es noch obendrauf.

Werkzeug wird gestellt, meines Erachtens ein unschlagbarer Preis.


Gerd
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
27. Oktober 2014 06:38
Hey Gerd,
die Dämpfer habe ich hier zulande nirgends gefunden - ausser bei Ebay: die kommen jetzt aus Australien (!).
Die Carbonrohre sind mit Zuschnitt hüstel. Mir fehlt die passende Diamant Trennscheibe und die Lust auf Carbonstäube...die sind aber wegen Material Nachbestellung im Verzug (Drachenwerkstatt.de) und lassen sich auch noch stornieren - hast Du da eine bessere Quelle?

Lg,
Manu
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
27. Oktober 2014 06:47
Quote
Protoprinter
Hey Gerd,
die Dämpfer habe ich hier zulande nirgends gefunden - ausser bei Ebay: die kommen jetzt aus Australien (!).
Die Carbonrohre sind mit Zuschnitt hüstel. Mir fehlt die passende Diamant Trennscheibe und die Lust auf Carbonstäube...die sind aber wegen Material Nachbestellung im Verzug (Drachenwerkstatt.de) und lassen sich auch noch stornieren - hast Du da eine bessere Quelle?

Lg,
Manu

3,- €/m, Karbonrohre lassen sich prima mit der Eisensäge auf Länge bringen, vorher mit Krepp abkleben, dann hast Du einen sauberen Schnitt. Stäube sind da keine in der Luft.

[www.carbon-shop.eu]

Gruß
Gerd

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.14 06:48.
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
27. Oktober 2014 07:18
Hi,

sofern Gleitführungen und Buchsen nach den Vorgaben gepresst eingebaut werden laufen die spielfrei und können nicht verkanten. wenn die Lager mit Kabelbindern befestigt werden kann das natürlich nicht funktionieren. Ich habe den Fehler schon oft gesehen, da helfen dann auch keine teuren Igus , schade ums Geld.

Gruß
Gerd

Quote
saschaho
Moin,

bei meinen Türmen aus 20mm Profil und zus. 2 x 8mm Wellen habe sich die Wellen bei Richtungsänderungen gegeneinander verdreht. Der Effekt war dan bei zentraler Anordnung des Riemens verschwunden.
Ok, der Riemen lief dann etwas schräg, jedoch bei ca. 300mm vom Motor nur um 10mm.

Bei guten Linearführungen scheint das Verdrehen ja dann nichts auszumachen.
Da gibts auch irgendwo ein Video mit einer Zeitlupenaufnahme wo man das Eigenleben der Türme beim Druck gut sehen kann.


Grüße

Sascha

Quote
nargos
Quote
saschaho

2. Versuche die Riemen mittig an den Schlitten zu befestigen, da es sonst durch ungleichmässigen Zug zu Bremseffekten an den Gleitschienen kommt.

Sascha

Ich konnte bisher (1,5 Jahre im Probebetrieb) keine Probleme in der Richtung feststellen. Getestet wurden Gleitschienen, IKO Linearführungen und Igus Gleitlager und Gleitbuchsen auf Wellen.

Von daher halte ich den zusätzlichen Konstruktionsaufwand und die Materialkosten für Riemenumlenkung für überflüssig.

Das Konzept das hinter dem HEXAGON steckt ist den Drucker so einfach wie möglich (wenige Bauteile) und kostengünstig zu gestalten. Viel Schnickschnack aus früheren Versionen wurde bereits entfernt. Voraussetzung war allerdings immer, dass die Druckqualität nicht darunter leidet.

Der HEXAGON V2 ist in den Startlöchern, nochmals vereinfacht, noch stabiler und noch kostengünstiger.

Das Fablab beabsichtigt noch dieses Jahr den ersten Wochenend-Workshop für den Bau eines Delta Druckers durchzuführen.

Ziel: Nach 2 Bautagen (Samstag und Sonntag je 8 bis 10 Stunden) soll jeder Teilnehmer mit einem funktionierenden, kalibrierten HEXAGON V2 aus dem Farblab marschieren.

Kosten: Geplant sind 450,- € (Schüler/Studenten 420,- €) für Bausatz und Workshop. Tips und Tricks gibt es noch obendrauf.

Werkzeug wird gestellt, meines Erachtens ein unschlagbarer Preis.


Gerd
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
27. Oktober 2014 13:14
Willkommene Abwechslung zu den ganzen CoreXY-Druckern... Abonniert spinning smiley sticking its tongue out
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
29. Oktober 2014 00:08
So, ein kleines Update. Der Paketstrom lässt langsam nach, die Stepperdämpfer und sämtliche Elektronik ist da. Es ging weiter mit etwas Fleißarbeit:

45 selbstgedruckte Nutensteine halten die 750mm Linearschienen in Position. Wie zentriert man die am besten? Die Dämpfer habe ich mal montiert (Astrosyn). Ich weiß Gott was das für Hightech Materialien sind. 2x Blech und ne Lage Gummi dazwischen..,

Am Motorträger montiert, schwimmen die Motoren deutlich wenn man daran wackelt. Wirkt sich das nicht auf den Druck aus? Ich mache mir Gedanken über die Präzision meiner Gleitschienen, aber die Motoren sind beweglich...,
Habe den unteren Benzolring dann mal zusammen gesetzt. Die Stepper muss ich doch ganz zum Schluss einbauen. Dafür muss ich noch einen Imbus kürzen. Ist schon arg eng in dem Bauteil...

Heute werde ich die Profile für die Druckbettaufnahme sägen, ein Gehäuse für mein 13864 LCD ist gestern aus dem Drucker gefallen und soll noch etwas kosmetisch behandelt werden...
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
29. Oktober 2014 01:36
Hi Manu,

die Astrosyn Dämpfer sind jeden Pfennig wert, negative Auswirkungen auf den Druck haben die keine. Noch Moosgummi unter die Ecken geklebt und der Drucker läuft flüsterleise.

Für die Motormontage funktioniert auch ein Inbus mit Kugelkopf.

Bist Du mit den Igus Gleitschienen nicht so zufrieden? Oder habe ich das falsch verstanden?

Gruß
Gerd

Quote
Protoprinter
So, ein kleines Update. Der Paketstrom lässt langsam nach, die Stepperdämpfer und sämtliche Elektronik ist da. Es ging weiter mit etwas Fleißarbeit:
[attachment 42772 image.jpg]
45 selbstgedruckte Nutensteine halten die 750mm Linearschienen in Position. Wie zentriert man die am besten? Die Dämpfer habe ich mal montiert (Astrosyn). Ich weiß Gott was das für Hightech Materialien sind. 2x Blech und ne Lage Gummi dazwischen..,
[attachment 42773 image.jpg]
Am Motorträger montiert, schwimmen die Motoren deutlich wenn man daran wackelt. Wirkt sich das nicht auf den Druck aus? Ich mache mir Gedanken über die Präzision meiner Gleitschienen, aber die Motoren sind beweglich...,
Habe den unteren Benzolring dann mal zusammen gesetzt. Die Stepper muss ich doch ganz zum Schluss einbauen. Dafür muss ich noch einen Imbus kürzen. Ist schon arg eng in dem Bauteil...
[attachment 42774 image.jpg]
Heute werde ich die Profile für die Druckbettaufnahme sägen, ein Gehäuse für mein 13864 LCD ist gestern aus dem Drucker gefallen und soll noch etwas kosmetisch behandelt werden...
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
29. Oktober 2014 02:23
Hey Gerd,
na dann werde ich mal Deinem Urteil trauen und mir wegen der Dämpfer weiterhin keine Gedanken machen! Zu den Gleitschienen. Damit war nur gemeint, daß ich mich vorher mit dem Gedanken auseinander gesetzt habe, ob die Igus von der Präzision her aussreichend sind und ich mir mit den Dämpfern Ungenauigkeit in den Druck bringe. Aber Du hast meine Bedenken ja zerstreut. Zu den Schienen: einen Wagen habe ich auf Garantie getauscht. Dieser ließ sich nicht spielfrei einstellen und die Einstellschrauben waren schon "auf Anschlag". Die übrigen beiden sind prima, ich kann kein Spiel feststellen. Sie sind immer noch ausreichend leichtgängig und gleiten geräuschlos.
Der Drucker soll auf einer Gummimatte stehen, die schneide ich mir noch zurecht. Dient halt auch der Vibrationsentkopplung analog zum Moosgummi. Bilder folgen dann...Hast Du noch einen Tip zur Zentrierung der Gleitschienen auf den Al-Profilen? Augenmaß, Abstand zur Profilkante unten und oben messen?
Die Motorwellen der Stepper musste ich selbst abflachen. Habe ich so noch nicht gesehen daß die ohne Abflachung kommen. Dazu habe ich den gesamten Stepper mit Krepp abgeklebt um sicher zu gehen, daß keine Eisenfeilspäne ins Motorinnere gelangen.
Die Benzolringe habe ich gestern mal übereinander gelegt, die sind im Bereich von geschätzten 1-2 10tel kongruent...Eine kleine Kante ist mit den Fingern spürbar. So weit so gut. Am WE werde ich leider zu nichts kommen...

Grüsse,
Manu
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
29. Oktober 2014 03:16
Die Zentrierung der Schienen habe ich mit dem Messschieber (Tiefenmesser) vorgenommen, da solltest Du schon Sorgfalt walten lassen. Meinem Augenmaß würde ich nicht vertrauen, vielleicht ist Deines aber besser. ;-)

Gruß
Gerd

Quote
Protoprinter
Hey Gerd,
na dann werde ich mal Deinem Urteil trauen und mir wegen der Dämpfer weiterhin keine Gedanken machen! Zu den Gleitschienen. Damit war nur gemeint, daß ich mich vorher mit dem Gedanken auseinander gesetzt habe, ob die Igus von der Präzision her aussreichend sind und ich mir mit den Dämpfern Ungenauigkeit in den Druck bringe. Aber Du hast meine Bedenken ja zerstreut. Zu den Schienen: einen Wagen habe ich auf Garantie getauscht. Dieser ließ sich nicht spielfrei einstellen und die Einstellschrauben waren schon "auf Anschlag". Die übrigen beiden sind prima, ich kann kein Spiel feststellen. Sie sind immer noch ausreichend leichtgängig und gleiten geräuschlos.
Der Drucker soll auf einer Gummimatte stehen, die schneide ich mir noch zurecht. Dient halt auch der Vibrationsentkopplung analog zum Moosgummi. Bilder folgen dann...Hast Du noch einen Tip zur Zentrierung der Gleitschienen auf den Al-Profilen? Augenmaß, Abstand zur Profilkante unten und oben messen?
Die Motorwellen der Stepper musste ich selbst abflachen. Habe ich so noch nicht gesehen daß die ohne Abflachung kommen. Dazu habe ich den gesamten Stepper mit Krepp abgeklebt um sicher zu gehen, daß keine Eisenfeilspäne ins Motorinnere gelangen.
Die Benzolringe habe ich gestern mal übereinander gelegt, die sind im Bereich von geschätzten 1-2 10tel kongruent...Eine kleine Kante ist mit den Fingern spürbar. So weit so gut. Am WE werde ich leider zu nichts kommen...

Grüsse,
Manu
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
29. Oktober 2014 03:26
Alles klar Gerd! Noch zwei Bilder. Die zuzuschneidende Gummimatte (aus Altreifen!??) und das LCD Gehäuse im Rohbau vor dem Lackieren. Weiße Teile die oft angegrabbelt werden, sind bei mit nach kurzer Zeit schmuddelig - daher gibt es noch ein paar Lagen Klarlack...


Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
30. Oktober 2014 03:44
Quote
Protoprinter

Nutensteine Nut 5 M5 habe ich zähneknirschend gekauft, für M3 habe ich den Drucker bemüht.

Hi Manu,

nach dem Misserfolg mit den Schweissmuttern, habe ich Vierkanntmuttern M5 DIN 562 niedrige Bauform bestellt. Die passen super in die Nut 5 und sind somit eine preisgünstige Alternative zu den Nutensteinen.

Gruß
Gerd
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
30. Oktober 2014 06:17
Prima Gerd, gut für die Nachahmer! Ich habe gestern noch den Rahmen fertig gestellt. Macht einen echt soliden Eindruck! Ins Klo habe ich wohl mit meinem Planetengetriebe Stepper gegriffen. Die Bestellund liegt schon ein paar Wochen bei mir rum. Gestern habe ich mir den Stepper mal genauer angesehen. Stromaufnahme pro Phase ist 0,4A. Da haben die ja einen Spielzeugmotor ans Getriebe geschraubt! Keine Ahnung wieso mir das bei der Produktbeschreibung entgangen ist...Der Motor wird so bei Fabber und youprintin3D vertrieben...In der BOM vom Kossel Mini hat der Getriebe NEMA eine Stromaufnahme von 1A... Ich glaube das ist ein Fall für Ebay...nach dem Testen...

LCD Gehäuse ist fertig, Halterung und Knöpfe drucke ich morgen.

Marlin ist schon angepasst und auf das Arduino Board geflasht. Ich habe "Autobed leveling" in der configuration.h. disabled. Bei der Firmware von jcrocholl von Github gab es beim compilieren dann folgenden Fehler´:

Quote
Marlin
Marlin_main.cpp: In function 'void adjust_delta(float*)':
Marlin_main.cpp:3287: error: 'ACCURATE_BED_LEVELING_POINTS' was not declared in this scope
Marlin_main.cpp:3288: error: 'ACCURATE_BED_LEVELING_GRID_X' was not declared in this scope
Marlin_main.cpp:3289: error: 'ACCURATE_BED_LEVELING_GRID_Y' was not declared in this scope
Marlin_main.cpp:3294: error: 'bed_level' was not declared in this scope

Und dieses hat geholfen, leichte Modifikation in der Marlin_main.cpp

Es geht dann mit dem Einbau der Stepper, der Ausrichtung der Linearschienen und den Carriages weiter. Ich habe gerade ungewöhnlich viel um die Ohren, es geht etwas langsamer voran...gleich gibts noch ein Bild vom iPhone

Gruß,
Manu
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
30. Oktober 2014 06:48
Wie versprochen, der Vogelkäfig im heimischen Wohnzimmer ;-)


Gruß
Manu
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
03. November 2014 11:16
Hi

Wo ich mir auf der Arbeit die Steppermotoren ausbaue hab ich die Dämpfer immer weggeschmissen, und die sehen exakt so aus wie auf deinen Fotos^^ Eventuell sollte ich die mal aufhebentongue sticking out smiley
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
03. November 2014 13:33
Ja, schlimmsten Falls bei Ebay verticken. Es gibt ein paar wenige Updates, am WE ging wie erwähnt quasi gar nichts. Ich habe das Display Gehäuse mit Haltern versehen, die Elektronik hat einen Sockel zur verschraubung am AL-Profil bekommen, ein Lüfteraufsatz folgt morgen. Auch habe ich testweise schonmal zwei Halterungen für das Druckbett gedruckt und installiert. Da ich im CAD die Schrittmotoren in meine Baugruppe nicht eingesetzt habe, ist mir auch erst jetzt aufgefallen dass ich die Querstreben leider nicht so weit auseinander setzten kann wie ich das geplant habe. Die Ecken der DDP kann ich also nicht direkt auf die Profile setzen. Da muss ich mir noch Halter überlegen...




Manu

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.11.14 13:40.
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
06. November 2014 03:52
So, ein kleines Update, vorerst noch ohne Bilder. Ich habe mit der Verkabelung der Stepper und der Endstops angefangen, für die Kabel gibt es bei Thingiverse schöne Klammern passend für 20x20 Profile. Die Carriages habe ich gedruckt, diese werde ich in den nächsten Tagen verbauen und schonmal die Riemen spannen. Der im Carriage integrierte Spanner funktioniert im Probeaufbau soweit echt gut. Die Carbonstangen in 330mm Länge sind ebenfalls da. In die Igus Kugelgelenke werde ich einen M3 Gewindestift einschrauben und mit einer M3 Mutter, niedrige Form, kontern. So wie ich das bei Fablab Karsruhe gesehen habe, klebe ich den Rest des Gewindes dann in die Carbonstange ein. Ein Al-Profil mit sekrecht stehenden Gewindestiften ist dann meine Montagehilfe und sorg für die möglichst gleiche Länge bei den Streben. Ich werde bei etwa 370mm Rods landen, das entspricht ungefähr 2x Delta_Radius.
Etwas Zeichenarbeit stecke ich gerade noch in den Effektor. Ich möchte mein E3D-Hotend verbauen mit zwei Lüftern. Dafür integriere ich diese E3D Halterung und diese Lüfter in den Effektor des Hexagon. Eine Aufnahme für Autocal wird auch drin sein. Ich hoffe bis zum WE mal Bewegung in die Carriages zu bekommen. Bis zum ersten Druck dauert es aber noch...
Zum Extruder, ich habe den 0,4A NEMA bei Ebay drin und habe einen mit 1,6A gekauft. Wir sicher kein 1:1 Tausch. Das ist dann eben Pech...Als Extruder wird dieser verbaut. Ach ja, Ramps bekommt noch diese Kühlung.

So weit so gut, Bilder folgen dann nach und nach...

Manu
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
09. November 2014 03:49
So, habe den richtigen Stepper für den Extruder bekommen und den Alten fast zum Einkaufspreis weiter verkauft. Anbei mal ein Vergleich:

Ich habe mal die Stepper an Ramps testen wollen. Ganz eigenartige Effekte, die Motoren rumpeln und krachen. Gesucht gefunden - made in China:

Ich hoffe man erkennt die Lötstelle. Jetzt klappt alles!
Die Carriages sind verbaut, Riemen gespannt:


Die Kabel wurden mit gedruckten Klammern verlegt:


Als nächstes kommen der Extruder und die Rods...

Liebe Grüsse!
Manu
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
10. November 2014 06:01
Hi, ich habe mal eine Frage an die Experten. Meine Auflage für das Druckbett ist ja oben in den Bildern bereits zu sehen. Der Abstand der Al-Profile ist leider nicht ganz ausreichend um meine Dauerdruckplatte (youprintin3D) vom Bohrbild her mit Nutensteinen und M3-Gewinde auf die Profile "zu stellen". Ich würde deshalb da jetzt nochmal ein 15x15mm Winkeleisen quer drüber legen und da M3 Gewinde für die Verschraubung mit den Profilen/der Platte hinein schneiden.
Unter die Platte DDP soll eine Kapton Heizmatte und Isolierung (Kork!?). Ich würde die Platte an vier Punkten verschrauben ohne Möglichkeit der Levelierung. Einmal festgeballtert würde ich dann erstmal den Kalibrierprozess durch Modifikation der Software Endstops durchlaufen und ggf. später noch Autocal einfügen. Ich sehe das doch richtig, daß ich an das Bett nicht wieder dran muß oder (erstmaliges möglichst spannungsfreies Montieren vorausgesetzt), sprich gleichen Abstand zum Nozzle erreiche ich durch das Kalibrieren, richtig? Die Z-Achse ist als solche beim Delta ja nicht direkt vorhanden...
Aktuell hat die Platte im Prusa i3 auch eine vierpunkt Befestigung...also übernehmen?

Danke
Manu
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
10. November 2014 10:30
Quote
Protoprinter
Hi, ich habe mal eine Frage an die Experten. Meine Auflage für das Druckbett ist ja oben in den Bildern bereits zu sehen. Der Abstand der Al-Profile ist leider nicht ganz ausreichend um meine Dauerdruckplatte (youprintin3D) vom Bohrbild her mit Nutensteinen und M3-Gewinde auf die Profile "zu stellen". Ich würde deshalb da jetzt nochmal ein 15x15mm Winkeleisen quer drüber legen und da M3 Gewinde für die Verschraubung mit den Profilen/der Platte hinein schneiden.
Unter die Platte DDP soll eine Kapton Heizmatte und Isolierung (Kork!?). Ich würde die Platte an vier Punkten verschrauben ohne Möglichkeit der Levelierung. Einmal festgeballtert würde ich dann erstmal den Kalibrierprozess durch Modifikation der Software Endstops durchlaufen und ggf. später noch Autocal einfügen. Ich sehe das doch richtig, daß ich an das Bett nicht wieder dran muß oder (erstmaliges möglichst spannungsfreies Montieren vorausgesetzt), sprich gleichen Abstand zum Nozzle erreiche ich durch das Kalibrieren, richtig? Die Z-Achse ist als solche beim Delta ja nicht direkt vorhanden...
Aktuell hat die Platte im Prusa i3 auch eine vierpunkt Befestigung...also übernehmen?

Danke
Manu

Hi Manu,

Du solltest nur sicherstellen, dass das Druckbett im rechten Winkel zu Deinen 3 Delta-Achsen montiert ist, dann musst Du da nicht mehr ran. Ein falscher Winkel würde sich trotz Kalibrierung des Druckers später auf das Druckteil übertragen.

Ansonsten sieht der Delta super aus.

Gruß
Gerd
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
10. November 2014 14:08
Danke Gerd ich werde darauf achten! Ich habe mit den China Pololus weitere Probleme. ich habe heute mal einen Bewegungstest gemacht und habe mich erschrocken, wie schnell die Stepper durch festhalten Schritte verlieren. Ich hatte nur ein kleines 5A 12V Netzteil dran und habe das darauf geschoben. Dann das "dicke" aus dem Keller vom Prusa geholt - der selbe Effekt trotz einer Vref von 0,75V. Ich hatte vom Prusa noch einen Pololu 4988 über und mal den Treiber von der X-Achse getauscht. Kein Vergleich! Der Motor hat enorm viel Kraft und klingt anders bei gleicher V-Ref! Gibt es bei den Pololus qualitative Unterschiede? Das Platinenlayout sieht auch geringfügig anders aus... Kann jemand eine Quelle empfehlen? Ich möchte ungern meinen Prusa schlachten!

Vielen Dank für die Hilfe

Manu
Re: Baubericht: Hexagon Delta vom Fablab Karlsruhe
10. November 2014 14:16
Moin

Hast Du schon mal den Widerstand des "Messwiederstands" gemessen. Vielleicht hast Du ja einen Treiber der nicht 0.05Ohm hat.

Grüsse
Felix
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